Poesie der Bilder

Adam Michnia

Pastell – Teil 1

In Bildern und Illustrationen begegnet mir oft die klischeehaft-liebliche und fast schon kitschige Pastellkunst. Dabei kann die Technik der Pastellmalerei mit ihrer luftigen, lichten Erscheinung und in ihrer zarten Beschaffenheit fast poetisch wirken. Trotz der Leichtigkeit in der Anwendung lassen sich mit Pastellkreiden, Pastellstiften und losen Pigmenten starke, kontrastreiche und intensive Bilder herstellen. Die Ölpastelle ist im Vergleich zu ihrer pulvrigen Variante schwerer, sie büßt viel von ihrer Leuchtkraft und einwenig von der Lockerheit im Umgang ein.

Gerade das stumpfe Ende des Ölpastellsstiftes ermöglicht eine gröbere Arbeitsweise, die viele (gewollt;-) ungewollte Zufälle ermöglicht. In der Galerie habe ich einige Beispiele der letzten Tage versammelt. Durch das kleine Format (∅ ca. 10cm) und relativ dicke Stifte verbietet sich eine pedantisch-übergenaue Vorgehensweise von selbst.

Sommer, Sonne, Sand und …

… sechsbeinige Zeitgenossen.

Heute ist der erste kalendarische Herbsttag und sofort stellt sich bei mir die Sehnsucht nach dem Sommer ein.

Lesetipp

Mit Bleistift und Papier versuchte ich (wie üblich:-) meine Gedanken zu ordnen.

Alle folgenden Arbeiten sind 15 x 21 cm groß. Ich habe chinesische Tusche  bzw. Aquarell benutzt, manchmal Zeichenfeder und Buntstifte.

Die derzeitige Zeit, sobald man sich von der Flut der Meldungen erholen kann, könnte ein wenig Raum für reflektierendes Nachdenken schaffen. Um den aufkommenden Ängsten zu begegnen, lohnt es sich vielleicht zurückzuschauen. Im Bewusstsein der eigenen „Unwissenheit“ lese ich zur Zeit Klassiker oder zumindest die weisesten Repräsentanten der Menschheit aus vergangenen Zeiten. Jedes Mal hatte ich nach der letzten Seite der Lektüre erstens das Gefühl, dass das Buch viel zu kurz sei, und zweitens, ein Gefühl tiefer Dankbarkeit für das Gelesene. Mir fallen in diesem Zusammenhang folgende Werke spontan ein:

Die Briefe“ Albert Einsteins sind fast ein Muss für unsere derzeitige ungute Zeit, in der ein Mensch, eine ganze Gesellschaft oder sogar die ganze Welt vor einem gewaltigen Paradigmenwechsel steht.

Im satirischen Science-Fiction-Roman „Der Krieg mit den Molchen“ des tschechischen Schriftstellers Karel Čapek gibt die menschliche Spezies keine gute Figur ab.

Henry David Thoreau mit seinem „Vom Spazieren“ erinnert uns an einen Zeitvetreib, der das Beobachten der Natur und das Denken selbst sehr begünstigen kann. Vom Thoreau ist es nicht weit zu Ralph Waldo Emerson – er spendet viel Trost, Zuversicht und lässt uns die Schönheit nicht vergessen.

Der Titel des Buches „Die Entdeckung der Langsamkeit“ von Sten Nadolny spricht eigentlich für sich ;-))

Das Atelier

Das mittelkleine Atelier nutze ich seit 2015. Es liegt ein wenig nördlich vom Zentrum Krefelds (unweit einer traditionsreichen Gaststätte mit urigem Ambiente, mit einer gutbürgerlichen Küche  und mit einer hauseigenen Brauerei :-)).

Geräumig durch die hohen Decken (wieder so ein kleiner Traum, der im Laufe meines Lebens in Erfüllung gegangen ist) lässt es nun endlich auch höhere Formate zu und ein sehr gutes (konstantes) Nordlicht erlaubt die Arbeit an einem Stück.

Ein Künstleratelier zieht die Blicke neugieriger Kunstinteressierter und Kunstschaffender auf sich. Daher erfreuen sich die sogenannten „Tage der offenen Tür“ so großer Beliebtheit.

Ob ein Atelier klein oder groß ist, ob es geschmackvoll oder provisorisch eingerichtet ist, ob es nah oder weit entfernt vom Schlafzimmer liegt, ob es sich in einer ländlichen oder urbanen Umgebung befindet, spielt meiner Meinung nach eine zweitrangige Rolle, denn das Wichtigste für mich ist, wie viel Zeit ich (immer zu wenig!!!;-))  in der Werkstatt verbringen darf und ob ich mich dort wohl fühle…

Ich mach‘ das jetzt so… ;-)

KUBOSHOW Cover

Sommer 2019

Ein Aquarell im Freien zwingt den Maler zu einem längeren Aufenthalt in der Landschaft.

Nur so – langsam und still – lassen sich die Stimmung, das sich verändernde Licht und die Details des Motivs genauer beobachten. Und wenn man Glück hat, verschmelzt man im Raum und Zeit…